DER VOLLE PLANET

 
Wie wir die wachsende Weltbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten und darüber hinaus zuverlässig ernähren können.
Wie nachhaltig ist die Zucht der Hermetia Illucens und welchen Nutzen hat sie für unsere Zukunft.
Seit 1960 wächst die Weltbevölkerung alle 12 bis 14 Jahre um eine weitere Milliarde. Und mit ihr der Bedarf an Proteinen als wichtiger Baustein der Ernährung (Food and Agriculture Organisation of the United Nations, FAO). Damit der Mensch mit tierischen Proteinen versorgt werden kann, müssen Milliarden Masttiere ebenfalls mit Proteinen gefüttert werden. Zwei Drittel des pflanzlichen Proteins (meist Soja) wird für Tierfutter verwendet, 35% der Getreideernte wird an Nutztiere verfüttert (FAO). Viehhaltung verbraucht enorme Ressourcen und verursacht mehr Treibhausgase als der weltweite Transportsektor (FAO). Für ein Kilogramm Rindfleisch werden 25 kg eiweißhaltiges Futter benötigt, in einem Rindersteak stecken 15.000 Liter Wasser. Und für eine Kalorie fleischlicher Nahrung braucht es sieben Kalorien pflanzlicher Nahrung (FAO).
Alle 12 bis
14 Jahre wächst
die Menschheit
um eine weitere
Milliarde
Die steigende Weltbevölkerung und die Verwestlichung der Ernährungsweise in Entwicklungs- und Schwellenländern führen zu einer von der FAO prognostizierten Verdopplung der Fleischproduktion bis 2050.

Liegt also die Lösung darin, statt Fleisch einfach mehr Fisch zu essen? Mitnichten!

Fischmehl ist ein global nachgefragtes Futtermittel. Sein Wert hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht. Der Wirtschaftszweig der Aquakultur wächst weiter und muss die stetig steigende Nachfrage nach Fisch decken. Doch für die Fütterung der Aquakulturfische benötigt sie wiederum Fischmehl, das zum Teil aus Filetier-Resten der Speisefische, vor allem aber aus extra gefangenen Kleinfischen wie Sardellen und Anchovis besteht. So tragen Aquakulturen zu einem Problem bei, in dessen Lösung doch eigentlich ihre Daseinsberechtigung liegt: die Überfischung.

Die Weltbevölkerung wird auf fast zehn Milliarden Menschen anwachsen. Sie alle wollen essen – eine riesige Herausforderung.
Es zeigt sich: Unser Handeln hat globale Auswirkungen und die Lebensmittelproduktion verursacht große Umweltprobleme.
Die teilweise miteinander verflochtenen Umweltschädigungen sind massiv und ihre Auswirkungen für Mensch und Tier immer spürbarer:
Hohe Schadstoffbelastung
von Luft, Wasser,
Böden und Nahrung
Klimaveränderungen:
Abschmelzen der
Polkappen und
Gletscher, Anstieg
der Meeresspiegel,
Überflutungen, Stürme,
Gewitter, Dürren usw.
Zerstörung
der Ozonschicht
Abholzung der
(Regen-) Wälder
Bodenzerstörung
(Erosion, Verdichtung,
Versalzung, Versteppung,
Verwüstung)
Rapider Artenschwund
bei Pflanzen und Tieren
Überfischung
der Meere
Globales
Abfallaufkommen
Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege:
Ein umweltfreundlicher Proteinersatz wird zum Problemlöser.
Es ist klar, dass vielfältige Ansätze verfolgt werden müssen, um unsere Ressourcen (Natur, Tier,- und Pflanzenwelt) besser zu schützen. Mit der Zucht der Hermetia Illucens und deren Proteinprodukten leisten wir definitiv einen Beitrag zu den Problemlösungsansätzen, die den Herausforderungen einer wachsenden Weltbevölkerung, deren Ernährung sowie den daraus resultierenden negativen Umweltfolgen begegnen.
Mit 10 kg Futter wird mit Hermetia Illucens ein vielfaches an Proteinen gegenüber anderen Masttieren gewonnen.
Proteinprodukte der Hermetia Illucens werden als Zusatzstoffe in der Nahrungsmittelproduktion verwendet. Der „ökologische Fussabdruck“ der Zucht der Hermetia Illucens ist so attraktiv, dass man nicht um sie herumkommt. Die Zucht beansprucht ein Minimum an Landfläche, Energie und Wasser. Sie produziert keinen Müll, sondern im Gegenteil: die Larven ernähren sich von Bioabfall. Transporte, z.B. von Fischmehl, entfallen und die Fischbestände werden geschont, weil jede Tonne Hermetiaproteine zu einer Erholung der Fischbestände führt und obendrein die lokalen Fischindustrien unterstützt (FAO/insects 2017).