ZUCHT VON FLIEGE UND LARVE

Wir schaffen ideale Lebensbedingungen, die die natürlichen noch übertreffen.
Eine Dokumentation des WDR über unsere Fliegenzucht
Die Larven der Schwarzen Soldatenfliege Hermetia Illucens sind perfekte Proteinlieferanten für die Futtermittelindustrie – das bescheinigen ihr auch die Landwirtschaftsexperten der Vereinten Nationen. Alles spricht dafür, sie im industriellen Maße zu züchten. Doch wie genau funktioniert so etwas eigentlich? Wie stellt man gute Qualität sicher? Wo wachsen Millionen von Larven heran? Wovon leben sie und wie kommen sie schließlich in die Futtertröge?
Höchste Qualität bei gleichzeitig bestem Ertrag
Jahrelange Erfahrung und das Drehen an vielen kleinen Stellschrauben sorgen für beste Zuchtbedingungen.
Bei der Zucht der Hermetia Illucens bringen wir bei Illucens zwei Größen in ein optimales Verhältnis: Höchste Qualität bei gleichzeitig bestem Ertrag. Dazu haben wir unsere Erfahrung in industrieller und biologischer Produktion mit eingebracht, jahrelang intensiv geforscht, zahlreiche Entwicklungsanalysen durchgeführt und schließlich Fliegenhäuser konstruiert, in denen die Fliegen maximal viele Eier ablegen und die Larven unter idealen Bedingungen schnell wachsen. In endlosen Versuchen haben wir über viele Jahre die besonderen Bedingungen und Ansprüche bei Fütterung und Pflege der Schlupf- und Junglarven erarbeitet. Deshalb haben wir hierfür einen gesonderten Bereich eingerichtet, in dem wir diesen speziellen Anforderungen gerecht werden können.
Eine gute Kinderstube und jede Menge Fürsorge steigern das Wohlbefinden der Jungtiere.
Alles beginnt mit der Eiablage der adulten (ausgewachsenen) Hermetia Illucens Fliegen. Unsere Fliegen werden unter idealen, digital kontrollierten, biosicheren Bedingungen gehalten, die die Gegebenheiten der Natur nicht nur nachahmen, sondern diese noch verbessern. Durch die Nachbildung der verbesserten tropischen Lebensbedingungen gelingt es uns, die Menge der abgelegten Eier zu maximieren. Während in der Natur eine Überlebensrate von nur 1-5% völlig ausreichend ist, um die Art zu erhalten, versuchen wir, durch kontinuierliche Verbesserungen den 100% immer näher zu kommen.
Innerhalb von nur 3 Wochen sind die Larven der Hermetia Illucens erntereif.

 

Erst wenn die Larven in der Kinderstube eine angemessene Größe erreicht haben, sind sie bereit, in die vollautomatisierten und von Computern gesteuerten Mastanlagen und Bio-Reaktoren umgesiedelt zu werden. Auch hier werden technisch ideale Bedingungen geschaffen, um in kürzester Zeit die ideale Mastgröße zu erreichen. Doch nichts geht ohne die Erfahrung der Mitarbeiter! So haben wir etwa das Verfahren der horizontalen Agrikultur optimiert. In diesem Verfahren, das in die Breite statt in die Höhe geht – , sind die Larven nicht der Belastung durch zu hohen Druck ausgesetzt, wie er bei der vertikalen Agrikultur entsteht. In dieser Kombination aus Lebensraum im horizontalen Flachbett und idealer Menge an Futterstoffen bei gleichzeitig gering gehaltenen Toxinen erzielen wir optimierte Erträge.
Wir bieten optimale Konservierung der Inhaltsstoffe und hohe Qualität.
Nachdem die Larven im Bio-Reaktor unter optimalen Bedingungen ihr Endgewicht erreicht haben, werden sie in mehreren Stufen mechanisch gereinigt und anschließend durch ein spezielles Verfahren schnell und äußerst schonend getrocknet. So können wir die optimale Konservierung der Inhaltsstoffe und hohe Qualität gewährleisten und fortlaufend aufrecht erhalten.